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guten tag,
treten sie doch ein.
sie hören worte ohne, dass er seine lippen bewegt.
vor ihnen steht ein kleiner unscheinbarer junge & hält ihnen die tür auf.
er bittet sie wortlos hereinzutreten. sie greifen nach dem türrahmen und steigen über die uralte türschwelle.
der junge hält die augen noch immer zu als er die tür mit einem leisen schlag schließt. und sie mit einer geste bittet doch ihre schuhe auszuziehen. vor ihnen liegt die dunkle grauheit eines alten hauses, inmitten eines blätterdaches von unglaublich hohen bäumen.
es ist der moment, an dem der junge die augen aufmacht, der das haus zum leuchten bringt. es glänzt und funkelt. es scheint zu leben und sich zu bewegen. es ist wunderschön, zierlich & filigran. sie haben angst es zu verletzten. es wirkt wie eine seifenblase.
der junge dreht der tür den rücken zu & greift nach ihrer hand. er zieht sie durch einen korridor vorbei an leeren wänden. vorbei an leerem glitzer.
er hält ihre hand etwas fester als sie den durchgang zu einem raum betreten der an verwunschenheit zu trotzen scheint, und im gleichen moment lässt er ihre hand fallen. sie stehen im raum. leer von gedanken.
der junge fragt sie nicht nach ihren wünschen. er geht mit ihnen in eine helle ecke des raumes und zeigt auf eine ansammlung von seifenblasen die unter der decke schwebend scheinbar versuchen eine reihe zu bilden. sie sehen zerfetzte gedankenstücke die versuchen sich zurückzufinden.
er dreht sich ein stück nach rechts und bietet ihnen wortlos einen platz am kamin an. nur einen augenblick später sitzen sie vor ihm, auf einem wollernen dicken stück stoff. und das bunte feuer des kamins wärmt ihr verwinterlichtes gesicht, trocknet die letzte schneeflocke in ihrem haar. die finger der flammen scheinen nach den seifenblasen in der ecke zu greifen, als wollten sie ihnen helfen sich zu finden, unwissend dass sie all diese gedanken verletzen könnten.
noch immer sind seine lippen verschlossen, wie verklebt, als hätte er tagelang nicht ein wort gesagt. es schwebt eine libelle vorbei als der junge mit seiner nackten hand ins feuer grift und behutsam in der glut nach etwas sucht bis er eine flasche mit einem verschlungenen hals herauszieht. er schaut sie skeptisch an, dreht sie hin & her bis sich die flüssigkeit rot verfärbt und fängt an zu grinsen. ein leeres grinsen, ein geheimnisvolles ohne jede emotion.
der junge nimmt zwei holzschalen vom boden, füllt etwas von der flüssigkeit hinein & übergibt ihnen eine schale. er legt sich seine an den mund und seine lippen öffnen sich. er trinkt einen winzigen schluck, nimmt die schale von seinem gesicht & fängt leise und mit verlorener stimme an zu sprechen. er erzählt ihnen dass er der raffi sei, der junge von dem man dort draußen behauptet, dass er in einer seifenblase leben würde. in seiner eigenen welt. und er erzählt ihnen, dass es ihm gefällt, es gefällt ihm wenn er hört dass leute das sagen, über ihn.
der junge erzählt davon wie er tagelang dort am kamin sitzt und sich in musik verliert. wie ihn töne tiefer fallen lassen als alles andere in seiner welt, wie ihn melodien nur wenige sekunden danach hinaufholen und im raum schweben lassen. wie er fliehen kann, in eine andere welt.
der junge wartet bis sie einen schluck von dem tee genommen haben und nimmt ihre hand. er zeigt links herum, vorbei an den seifenblasen, die noch immer bemüht sind zufrieden dort unter der decke eine reihe zu bilden, enlang an einem kleinen schränkchen auf dessen linker kante die libelle sitzt und entgeistert zu ihnen rüberschaut.
sein finger bleibt hängen an einem schrank von dem er sagt, dass es sein liebster wäre. hinter seinen glastüren würden sich tolle geräte verbergen sagt er. geräte die ihm helfen in die herzen seine liebsten menschen zu schauen. die es ihm ermöglichen durch die augen dieser wesen direkt in deren seele zu blicken.
sie stehen auf und schauen durch die glastüren ins innere des alten holzhaufens. der junge erzählt ihnen von einem gerät das in der lage ist ganz besonders die gedanken seiner liebsten auf papier zu bannen wärend er zu ihnen herantritt und das gerät aus der verstaubten vitrine nimmt. er nimmt ein anderes teil aus dem schrank und schraubt es an das erste. legt es ihnen in die hand.
es scheint als würde etwas von diesem gerät ausgehen. als würde es in ihrer hand kribbeln. sie fängt an zu glitzern und zu leuchten.
er geht mit ihnen weiter links entlang zu der wand, gegenüber vom kamin. er zeigt mit dem finger darauf bis sie dort angekommen sind & fängt an zu erzählen, es sind die papiere mit den gesichtern von seinen liebsten und tollsten menschen die sie ansehen.
sie stehen dort. mit einem kleinen jungen an der hand. in einem lebendigen haus, einem haus wie eine seifenblase. die farben der flammen leuchten in den gesichtern auf papier. die seifenblasen spiegeln sich in den augen der wesen darauf.
der junge schaut sie an & und hebt den finger. sekunden vergehen. er starrt sie an. der finger zeigt auf eine uhr. ein zweiter schlag erscheint. der junge nimmt den finger herunter, schließt die augen und senkt den kopf.
vor ihren augen verliert das haus sein leben. es ist wieder grau, die libelle wandert wie von magischer hand in einen bilderrahmen der urplötzlich an der wand hängt. das feuer erlischt, glut liegt noch im kamin. die seifenblasen verwandeln sich zu spinnweben, hängend an der decke neben dem alten bärenfell vor diesem alten kamin. er nimmt ihnen das gerät aus der hand & hängt es sich um den hals. es sei das gefühl der seifenblase sagt er, es teilt ihm mit dass der gast genug gesehen hat von seinem leben seiner welt und der junge schließt langsam seine augen. sie wüssten jetzt genug und es ist zeit sie zur tür zu geleiten & in dem moment an dem der junge das letzte stück lied ganz verschlossen hat verliert das haus sein letztes stückchen glanz. er bringt sie zur tür. lässt ihre hand los. ein dritter schlag ertönt, die tür.
sie stehen vor einem ganz gewöhnlichen alten haus, inmitten einem kleinen wäldchen, unter irrsinnig hohen bäumen, die scheinen magische blätter zu haben. sie sind die einzigen weit und breit die auch in diesen kalten wintermonaten ihre blätter behalten können. ihre kronen bilden ein dach über dem häuschen, sie scheinen etwas zu halten.
vielleicht eine seifenblase, voll von gedanken & träumen?
sie gehen den kleinen weg bis zum einganstor. sie schließen es hinter sich mit dem vierten schlag, ein wenig lauter als die ersten drei.



raffaele horstmann
fc-student 09 raffaele



• aus lügen die wir glauben
werden wahrheiten mit denen wir leben

• so spielt das leben
so ist es eben

• natürlich, ich mein, natürlich wäre das eigentlich natürlich.
aber natürlich nur dann, wenn die lage natürlich is'.
in unnatürlicher lage sind natürliche feinde manchmal kollegen

• zu den steinen hat einer gesagt: seid menschlich
die steine haben gesagt: wir sind noch nicht hart genug

• trenne dich nie von deinen illusionen
wenn sie verschwunden sind wirst du weiter existieren
aber aufgehört haben zu leben

• ein freund ist ein mensch
der dein lächeln sieht
aber trotzdem spürt
dass deine seele weint
der vater hält das kind jetzt fest, hat es sehr an sich gepresst
merkt nicht dessen atemnot
doch die angst kennt kein erbarmen, so der vater mit den armen
drückt die seele aus dem kind
dieses setzt sich auf den wind und singt

• und du siehst zum himmel auf fluchst auf den sturen zeitenlauf
machst dir eine welt aus trug und schein doch es wird keine andere sein

• einer hat mal gesagt:
zumindest sehe ich einfach dass du nen knick hast in dir drin

• da ist nicht weit von hier
aber die stufen könnten rutschig sein

• ich sehe mich als einen menschen
der sich dran erinnert
wie er als kind immer die zeit anhalten wollte

• wenn der seele worte fehlen schickt sie tränen

• einer hat mal gesagte:
vielleicht ein bischen emo

• woher soll ich wissen was ich denke
bevor ich höre was ich sage

• manchmal muss man dinge loslassen
um sie vielleicht irgendwann mal wieder zu finden

• einer hat mal gesagt:
du brauchst nicht immer alles oder nichts
schalte deinen kopf aus nimm die mitte und genieße

• dort am klavier lauschte ich ihr
und wenn ihr spiel begann hielt ich den atem an
dort am klavier stand ich bei ihr
es hatte den schein sie spielt für mich allein
dort am klavier lauschte ich ihr
und als mein spiel begann hielt sie den atem an

• sie hören
aber sie hören nicht zu
man muss nicht sehen um zu glauben
man muss glauben um zu sehen
glauben sie
und sie werden sehen

• du hast ihr geholfen
warum hast du das getan
sie hört niemals auf
die pferde schlafen nie

• einer hat mal gesagt:
du bist ein emo
nur mit zwei augen
und einem wackligen und einem festen bein

• seine hand die große schwere
quetscht die deine dir entzwei
und sein mund der große dunkle
summt ein schönes lied dabei

• woher kommen die seesterne
vom himmel | seesterne sind sternschnuppen die fürs meer schwärmen

• ich hab jeden morgen angst
dass ich abends das gefühl habe gerade erst aufgestanden zu sein

• was du brauchst, ist wer
der wach bleibt, neben dir
nur um dich beim schlafen zu beobachten

• einer hat mal gesagt:
du siehst nicht an
du siehst hinein

• an mauern aus gedankenstein
den kopf sich zu zerbrechen

• einer hat mal gesagt:
ein bischen verliebt
vielleicht hat dir der jemand im himmel das stück mal ausgeliehen
was hier gerade irgendwie fehlt

• träumer haben vielleicht keinen plan
aber realisten haben keine visionen

• früher dachte ich dass liebe einfach da ist oder dass sie ansteckend ist
oder einem einfach gegeben wird
heute weiß ich dass man liebe machen muss
aus schmerz sehnsucht und hoffnung

• er traf ein mädchen das war blind geteiltes leid und gleichgesinnt
sah einen stern vom himmel gehen und wünschte sich sie könnte sehn
sie hat die augen aufgemacht verließ ihn noch zur selben nacht

• das leben wird nicht gemessen an der zahl unserer atemzüge
sondern an den orten und momenten die uns den atem rauben

• einer hat mal gesagt:
nein das klingt nicht lächerlich
es klingt als hättst du es in meinem kopf gefunden

• vertrauen ist das gefühl einem menschen sogar dann glauben zu können wenn man weiß dass man an seiner stelle lügen würde

• man lebt erst wenn es zu sterben lohnt

• einer hat mal gesagt:
ehrlichkeit. begeistert mich

• einer hat mal gesagt:
und hundert tage
selbst wenn sie sich wie hundert jahre anfühlen
sind eigentlich nix gegen eine schöne sekunde

• einer hat mal gesagt:
ich hatte die ganze zeit ein wort im kopf wenn ich hier war
ich glaub jetzt hab ich es gefunden
seelenstriptease

• die einstellung zu warten bis andere kommen
und uns glücklich machen bringt auf dauer kein glück

• einer hat mal gesagt:
ach keine ahnung
mir ist die welt zu kompliziert
ich will ein vogel sein

• dass die träume nie wahr werden
damit muss ich mich abfinden
aber dass man mich quasi zwingt auch noch dinge zu tun
die ich nicht mag und mich vom träumen wegbringen das ist nicht nett
und dann bin ich irgendwann tot und dann ist nix mehr mit träumen oder so

• weg gehen heißt leben
hier bleiben der tod

• ich fürchte ich bin der albtraum jedes angepassten menschen

• und du siehst zum himmel auf fluchst auf den sturen zeitenlauf
machst dir ne welt aus trug und schein doch es wird keine andere sein

• menschen
nicht models
models sind nur kleiderständer

• es soll leute geben die ihr leben verpassen

• als kind konnte ich fliegen

• wie ein hauch hast du mein leben gestreift
ich hab von dir geträumt
ganz kurz nur
und auf einmal warst du unsichtbar

• vor allem hast du manchmal nen knall ganz einfach
aber ich glaub wenn man den knall kaufen könnte und wem einpflanzen könnte
würd ich das kaufen und wem einpflanzen und denjenigen heiraten

• wenn du glaubst jemand zu sein
hast du aufgehört jemand zu werden

• es ist ruhig
aber es schreit
ich glaube es hat eben einfach eine seele

• einer sagte:
du kannst doch sowas nicht einfach vergessen
solche zweifel kommen ja nicht von selbst

• jetzt fängt der mann zu weinen an.
.heimlich schiebt sich eine wolke
fragt sich was hab ich getan.
.vor die sonne es wird kalt
ich wollte nur zur aussicht gehen.
.die menschen laufen aus den reihen
und in den abendhimmel sehen.
.und sie schreien

• zerreißen zerschmeißen zerdrücken zerpflücken zerhauen und klauen
nicht fragen zerschlagen zerfetzen verletzen zerbrennen dann rennen
zersägen zerlegen zerbrechen sich rächen

• du magst denjenigen vergessen
mit dem du gelacht hast
aber nie denjenigen
mit dem du geweint hast

• der einzige Trost ist traurig sein
wenn die traurigkeit in verzweiflung ausartet soll man grotesk werden
man soll spaßeshalber weiter leben soll versuchen in der erkenntnis dass das dasein aus lauter brutalen hundsgemeinen scherzen besteht
erhebung zu finden

• die einstellung zu warten bis andere kommen
und uns glücklich machen bringt auf dauer kein glück

• weggehen heißt leben
hierbleiben der tod

• eine sagte:
und warte einfach ab
ich glaube er liebt dich
auf seine sehr undurchschaubare art

• eine sagte:
er ist in einer gewissen weise bodenständig.
und dein wesen macht ihm angst.

• eine sagte:
aber diese verträumtheit und diese intensive wahrnehmung, die emotionalität,
macht dann doch einigen angst. so ist das leider.

• ich habe pläne große pläne.
ich baue dir ein haus. jeder stein ist eine träne.
und du ziehst nie wieder aus. ja ich baue ein häuschen dir.
hat keine fenster. keine tür. innen wird es dunkel sein.
dringt überhaupt kein licht hinein.

• glücklich alleine ist die seele die liebt.

• das leben birgt auch gute stunden
hab fischaugen am strand gefunden
werd sie auf meine augen nähen
kann dich dann unter wasser sehen

• das einzige dass schlimmer ist als zu erblinden
ist als einziger zu sehen

• dafür dankt man nicht
das ist traurig

• ein freund ist jemand
der die melodie deines herzens hört
und sie vorsingt
wenn du sie vergessen hast

• einer ging an den see des lebens
um nach menschen zu angeln
aber er fing nichts
da kam ein unbekannter und sagte
wenn du menschen fischen willst
so mußt du dein herz an die angel stecken
dann beißen sie an

• auf einer beerdigung lacht man nicht.
aber an weihnachten weint man.

• liebe?

• wer nicht lieb,
dessen leben fliegt an ihm vorbei









































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Comentarios más recientes | Todos los comentarios (135)



Georgios Fatzekakis, 6.12.2011 a las 19:08 horas

Hier ist gut, hier bleibe ich.




cherrykizZ, 14.08.2011 a las 15:08 horas

Interessanter Stil und sehr coole Fotos.
Beeindruckend.

Liebe Grüße
Kati.



Gunhild Roth, 10.08.2011 a las 16:14 horas

Da ist mal einer der nicht munter drauf los knipst sondern sich ernste Gedanken macht und dazu noch die Technik beherrscht, das ist riesig, finde ich. Faszinierend, deine fremdartigen Fotos zu betrachten, ich habe das Gefühl echter Kunst gegenüberzustehen... Viel Erfolg weiterhin!


MelinaMädchen, 9.08.2011 a las 17:26 horas

Extrem interessant und individuell....da bleibt für einen Moment die Spucke weg....


Sen1910, 8.08.2011 a las 16:23 horas

orangiert


Canon.Caro (Caro Roß), 3.08.2011 a las 0:17 horas

du bist auf orange. ich freuh mich, mehr von dir zu sehen.
lg caro



Sarah.Ehlers, 15.07.2011 a las 15:04 horas

WoW! Obwohl auf deiner Seite keine Musik kommt, habe ich meine ausgemacht um deinen Text zu Lesen. Er ist Grandios, genau wie deine Arbeiten! Du bist Talentiert!

Liebe Grüße
Sarah



Jan Krützfeldt, 6.07.2011 a las 23:03 horas

Tolles Portfolio!


mr.chrischris, 25.05.2011 a las 7:05 horas

weil ich kz dafür hatte. !
Ich muss nähmlich hart für meine profikarriere beim Fc Schalke04 trainieren und dann mussd das halt mal warten ;)



mr.chrischris, 21.05.2011 a las 7:02 horas

hallo du hanz


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