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Seit gut drei Wochen halte ich mich an dem einen Bier fest. Nicht was ihr denkt: das Bier ist nicht einmal geöffnet, es ruht fest verplombt in meiner Faust. Es gibt mir Sicherheit. Dennoch, ich habe keine besondere Beziehung zu dem Bier aufgebaut, ich weiß ja auch kaum was von ihm, von seiner Vergangenheit, seinen Sorgen, seinen Bieren. Ich trage es nur mit mir – aber ohne mich ihm mitzuteilen. Schließlich, auch wenn ich mich um Biere kümmern kann, rede ich nicht mit ihnen – ich bin doch nicht verrückt. Ich hole es morgens aus dem Bett, wasche es, halte es menschlich kalt und setze mich mit ihm ans Fenster. Wir sehen gemeinsam in den Garten – bebachten die Bienen, wie sie lustig und sprichwörtlich fleißig ihrem Tagewerk nachgehen. Manchmal, wenn die Sonne zwischen Holunderblüten und Hopfendolden sticht, stelle ich es auf die Veranda, damit es einen guten Ausblick hat ...
Mehr in meinem Buch "Zwischen Tee und Nowottny"