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  • Neydhart von Gmunden 17/05/2019 13:02

    Nun, ein Gang über einen Friedhof kann schon für eine Opfer-
    und Täter-Sichtung ganz sinnvoll sein. Als nächster Schritt wäre
    dann eine Gliederung zu erstellen, also welche Personen mit wel-
    chen Auffälligkeiten und Taten. Und dann, erst mal ein bis zwei
    Mittwochsbierchen getrunken, damit die Grenzen zwischen den
    einzelnen Personen verschwinden und sich so sozusagen der Ge-
    samtzusammenhang quasi von alleine einstellt. Das dritte Mitt-
    wochsbierchen gilt dann als Belohnung für den Romanentwurf.
  • Kerstin Stolzenburg 17/05/2019 13:05

    Der nächste potenzielle Kriminalroman-Autor! Herrlich! :))
    Gruß. Kerstin
  • peju 17/05/2019 13:38

    Oder man schreibt einen Roman über das Romanschreiben, wie man lange ...nicht auf das leere weiße Blatt in der Schreibmaschine...und den vollen Aschenbecher blickt...sondern nichtrauchend, vielleicht aber mit einem Glas Rotwein oder so vor dem leeren Monitor sitzt, auf dem einen die Einstellknöpfe des Wordprozessors hämisch angrinsen...nun los doch, du großer Schriftsteller!
    Und man beschließt am Ende dann doch das erst mal zu vertagen...
  • Michael Jo. 17/05/2019 14:47

    @ peter:
    na bitte; das  wäre doch schon'mal ein möglicher Anfang
    für  den Roman über's Romanschreiben ...
    Klasse,  die Idee über das ' Making Off '  zu phantasieren ..!

    ...........................

    (Vorwort ..?)

    und von der Idee bis zum ...
    nun nochmal:
    der ...  und der ... , und ...
    und schliesslich der fünfte  Anlauf:
    der Kalender zeigte bereits die 48-zigste KaWo;
    der Verlag hat längst Interesse signalisiert, 
    der Agent hatte versprochen, nicht jede Woche
    nachzufragen wie weit ....... ;
    doch der innere Schweinehund hatte wiedereinmal
    ' obsiegt ' - um's  im Sprachgebrauch der Juristen
    auszudrücken .. ;-))


     (Kapitel eins)

    Vor zwei Jahren hatte er sich endlich auch so einen
    hochmodernen Drucker angeschafft;
    seitdem brauchte er sie nicht mehr, die treue Schreibmaschine;
    doch sich von ihr trennen ?
    Sie hatte einen Ehrenplatz und trohnte auf dem Bord über'm PC.
    Die Betrachtung der musealen Typen auf der alten ' Erika '
    faszinierten ihn;
     über die Typologie seiner Protagonisten im Roman
    war er sich bereits so halbwegs im Klaren;
    doch was verband das Datum 17. Mai nun tatsächlich
    mit jenem unspektakulärem Ereignis,  das der
    Geschichte eine so unvorhergesehene Wendung
    geben sollte ?
    Er wusste es noch nicht,
    doch er würde es herausfinden.
    Die Rotweinflasche vom Abend zuvor stand noch
    auf seinem Schreibtisch;
    war die nun halbvoll - oder schon halbleer .. ?
    Eine  müssige Betrachtung .. ;
    und überhaupt: heute war im eher nach Pils,
    einem Frischgezapften !

    Vom geöffneten Fenster drang  das laute ' sriii-sriii '
    der Mauersegler herein;
    also waren sie nun doch endlich wieder zurück ??
    Diese freudige Erwartung trieb ihn auf den Balkon:
    da sah er sie in wildem Tempo um die Hausdächer
    schiessen ... ;
    Mitte Mai,  die 20-ste Kalenderwoche;
    aber es roch schon etwas nach Sommer;
      bei Vollmond waren ihm bisher immer  die besten
    Ideen gekommen ... ;
    nicht schon wieder dieses Jahr vertüdeln, hatte er sich
    geschworen, sondern Nägel mit Köppen ....

    Erstmal um die Ecke zum Späti, Zigaretten holen,
    die schmale  Gasse entlang die  zu den
    alten Getreidesilos am Kanalbecken führte.
    Die potentiellen ' Prospektoren '  waren sich bisher
    noch nicht einig, ob man sie abreissen
    oder doch für irgendeinen Zweck nutzbar  machen
    könnte. Die Mauersegler hatten also Glück noch für
    diese Saison !

    Ein Klaps von hinten auf seine Schulter -
    er zuckte zusammen:
    " hej Fiete " grinste ihn Grijpstra an, " lange nit gesehn;
    komm'ste mit auf'n Bier ? "
    .........   .........   ........    ........   .......