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Nur Schweigen? + Nachtrag!

Nur Schweigen? + Nachtrag!

16.018 99

Michael 43


Free Account, NRW

Nur Schweigen? + Nachtrag!

Gott spricht:
"Was habt ihr getan? Die Stimme des Blutes eurer Brüder und Schwestern schreit zu mir von der Erde."
[Die Bibel - Genesis 4,10]

Jesus sagt: "Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien!"
[Die Bibel - Lukas-Ev. 19,40]

"Gott kommt und schweiget nicht!"
[Die Bibel - Psalm 50,3]

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Nachtrag
Offener Brief von Antoine Leiris an die Mörder seiner Frau:

"Ihr bekommt meinen Hass nicht!
Freitagabend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe
meines Lebens, der Mutter meines Kindes, aber ihr bekommt meinen Hass nicht. Ich
weiß nicht, wer ihr seid und ich will es nicht wissen, ihr seid tote Seelen. Wenn dieser
Gott, für den ihr blind tötet, uns nach seinem Bild geschaffen hat, dann muss jede Kugel,
die meine Frau getroffen hat, eine Wunde in sein Herz gerissen haben.

Nein, ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. Auch wenn ihr euch
sehr darum bemüht habt; auf den Hass mit Wut zu antworten würde bedeuten, der-
selben Ignoranz nachzugeben, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. Ihr wollt,
dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit misstrauischem Blick betrachte, dass
ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. Verloren. Der Spieler ist noch im Spiel.

Ich habe sie heute morgen gesehen. Endlich, nach Nächten und Tagen des Wartens. Sie
war genauso schön wie am Freitagabend, als sie ausging, genauso schön wie damals, als
ich mich vor mehr als zwölf Jahren hoffnungslos in sie verliebte. Selbstverständlich frisst
mich der Kummer auf, diesen kleinen Sieg gestehe ich euch zu, aber er wird von kurzer
Dauer sein. Ich weiß, dass sie uns jeden Tag begleiten wird und dass wir uns in jenem Pa-
radies der freien Seelen wiedersehen werden, zu dem ihr niemals Zutritt erhalten werdet.

Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Erde. Ich
will euch jetzt keine Zeit mehr opfern, ich muss mich um Melvil kümmern, der gerade von
seinem Mittagsschlaf aufwacht. Er ist gerade mal siebzehn Monate alt; er wird seinen Brei
essen wie jeden Tag, dann werden wir gemeinsam spielen wie jeden Tag und sein ganzes
Leben wird dieser kleine Junge euch beleidigen, indem er glücklich und frei ist. Denn:
Nein, auch seinen Hass werdet ihr nicht bekommen!"

Antoine Leiris’ Frau Helene wurde am 13. November 2015
im Bataclan-Theater in Paris von Terroristen erschossen.

Original:
https://www.youtube.com/watch?v=rZ-1iA-56k0#action=share
Quelle der dt. Übersetzung:
http://www.sueddeutsche.de/leben/worte-eines-witwers-ihr-bekommt-meinen-hass-nicht-1.2741242

! Liberté, Égalité, Fraternité !

Comentarios 100

  • photograf 02 04/12/2015 10:47

    5 * von mir...
    freue mich über deinen Text hier....
    der sagt alles

    lg
    und ein schönes Wochenende
    Ha.-Jü.
  • Renate Bonow 21/11/2015 17:39

    Die Haltung des Autors ist bewundernswert, aber auch die Einzige, die eine Chance auf Erfolg hat.
    Alfons, ein Franzose hat auch eien tolle Idee zum Thema: http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2604822/Solo-Alfons
    lg renate
  • Uli P. Weber 21/11/2015 10:03

    Terror der Unschuldige trifft ist durch nichts zu rechtfertigen.
    Dennoch, wer in einem Hornissennest herumstochert, muss sich nicht wundern wenn er von wütenden Insekten angegriffen wird.
    Jahrzehntelang spielt sich nun schon die so genannte "westliche Welt" als Weltpolizei und als alleinige moralische Instanz auf, destabilisiert dabei Länder und Regionen in der islamischen Welt und liefert dabei Waffen in brisante Krisenregionen. Hier muss die Ursachenbekämpfung ansetzen. Ein Krieg gegen die mutmaßlichen Verursacher wird nichts bringen und die Terrorgefahr nur noch verstärken.
    Seitdem Herr Schröder, nach 9/11, den Amerikanern, uneingeschränkte Hilfe zugesagt hat, stehen deutsche Soldaten in Afghanistan in einem Krieg. Fortan waren wir selbst ein potentielles Ziel für Terroranschläge.
    Die Freiheit Deutschland wird also nicht am Hindukusch verteidigt, sondern vielmehr gefährdet. Ich hoffe daher nur, dass sich Deutschland nicht in einen Krieg in Syrien hineinziehen lässt.
    Gruß Uli
  • Janne Jahny 18/11/2015 1:58

    Gut, es ist in unserer direkten Nachbarschaft geschehen. Die "zivilisierte" Welt ist verletzt durch dieses unglaublich brutale Vorgehen von Menschen, die möglicherweise auch nicht als Mörder geboren wurden.
    Was mich aber so nachdenklich macht ist die Frage, warum uns das gleiche Geschehen in tausendfacher Ausfertigung in den Ländern, wo wirklich richtiger Krieg herrscht, so wenig berührt.
    Daran möchte ich mit meinem Bild erinnern.
  • TeresaM 17/11/2015 19:59

    MERCI ***

  • Papi Lion 17/11/2015 16:47

  • Klaus-Photos 17/11/2015 14:35

  • Mathias.Janke 17/11/2015 13:24

    *
  • Teamworks 17/11/2015 8:09

    *
  • Jean-Patrick CALI 17/11/2015 5:39

    Merci ami....Amts J-P