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peju


Free Account, Köln

Piazza

B. überquerte die berühmte Piazza sonst nicht so gerne, da sich hier gefühlt Millionen touristi drängelten. Jetzt war das anders. ein merkwürdiges Gefühl. Er begrüßte Ornella mit einem Nicken, die trotz allem wie jeden Tag darauf hoffte ein paar von den Taubenfutterpackungen loszuwerden. Die Endverbraucher warteten schon hungrig in der brütenden Sonne.
Die Hitze!
Er überlegte ernsthaft, sein Leinensakko an den Finger zu haken und beschleunigte den Schritt, um in der nächsten calle in den Schatten zu kommen.
Nicht nur Corona, auch das Klima schien sich verschworen zu haben, der Menschheit Mores zu lehren...

Das ist natürlich alles, oder fast alles frei erfunden und das Foto? Stammt von einem Dia, das ich 1977 dort vom Campanile aus aufgenommen habe.

Comentarios 28

  • werner weis 01/12/2020 13:08

    mal ganz andere Perspektive:
    Eckieh hat 1982 auf diesem
    Platz ein Mühle-Spiel statt
    mit Spielsteinen mit
    Menschen nachgespielt
     -
    was die Polizei in eine
    Zwickmühle brachte, aus
    der sich aber Harmonie
    durch Mitspielen
    entwickelte
     -
    Gewonnen hat das
    "Team Schwarz", das
    ausschließlich aus
    Isländern zusammen
    gesetzt war
     -
  • Eifelpixel 13/10/2020 9:00

    Sehr gute Szene gefunden und gut festgehalten
    Immer gutes Licht wünscht Joachim
  • Twin O Caulin 24/08/2020 17:04

    Klasse Szene, nette Geschichte. Macht Bilder im Kopf!
    VG Twin
  • Anne Rudolph 15/08/2020 11:09

    die Story ist mal wieder einmalig . Klasse Scan vom Dia aber es war dort wirklich sehr leer 1977 auch ohne Corona
  • Marina Luise 14/08/2020 13:18

    Der Eindruck der Hitze wird gut deutlich! Auch der Sonnenstand zeigt die Mittagsstunde!
    Mir tut sie leid, die arme Frau, die nicht mal nen Sonnenschirm hat ...
  • Maud Morell 14/08/2020 13:15

    Dein Bild und der Text, sehr schön präsentiert.
    LG von Maud
  • AMABU 12/08/2020 22:50

    Lockruf der Wildn  . . . ähhhh . . Taubenflüsterin. . .
    ;-))
  • Maringe 12/08/2020 0:51

    Bei all der menschlichen, grafischen Ordnung, diese lebendige, mitmenschliche Unordnung..... wir haben alle immer wieder Hunger.
    Dein Foto und die Geschichte sind klasse.... dank dir und liebe Grüße, Karin
    • peju 12/08/2020 10:29

      Ja, das hat der Mensch mit der oft geschmähten Taube gemeinsam.
      Danke für die Worte und ein schöner Gruß aus Köln
      Peter
  • lophoto.uwl 11/08/2020 21:07

    Da liegt was in der Luft...... Futter!
  • Koelsche 11/08/2020 18:28

    Es wuselt nicht von Touristen, sondern von Tauben! Aus der Höhe sehr gut im Überbliick und klasse in der Bildaufteilung. Dazu hast Du eine nette, zeitgemäße Geschichte ersonnen. Mir gefällts!

    LG Irene
    • peju 12/08/2020 10:28

      Das war ein seltener Moment dort, wo es auch schon damals viele Touristen auf diesem Platz gab. Asche auf mein Haupt, ich war einer von ihnen...
  • Lumiguel56 11/08/2020 16:43

    Es lohnt sich doch immer wieder, in alten Dias und Abzügen zu kramen. Ja damals... war Venedig noch längst nicht so überlaufen, wie es in den letzten Jahren wohl war. Und heute...? Nachdem man in den Jahren zuvor unter dem Massenansturm geächzt hatte, lechzt man förmlich nach Besuchern. Die Stadt hat eine Art Monokultur, ist bei ihren Einkünften fast ausschließlich auf Touristen angeweiesen. Jetzt fehlen die Amerikaner, Chinesen und Japaner.
    Aber schöner ist es auf jeden Fall ohne die Massen. Der Zeitpunkt, nach Venedig zu fahren, um die Stadt einmal in Ruhe genießen zu können, wäre jetzt. Da ich noch nie da war, sollte ich eigentlich... Lasse es aber trotzdem.
    • peju 12/08/2020 10:26

      Als ich 1977 einen Tagesausflug dorthin machte kam es mir schon recht voll vor. Jetzt ist es wohl die Hölle gewesen, kurz bevor der Ansturm in sich zusammenbrach. Aber inzwischen hat sich die Stadt auf den Wahnsinn eingestellt, genau wie winzige Dörfer auf Grönland oder anderswo, wo die Kreuzfahrschiffe plötzlich eingefallen sind.
      Das Geschäft ist im Eimer, vorerst. Aber ich fürchte, ist Corona erst mal vorbei, hoffentlich bald, ist es wie beim Hitzegewitter. Die Abkühlung ist heftig aber kurz und hinterher könnte es schlimmer werden als je zuvor...
  • Eckhard Meineke 11/08/2020 16:33

    Brunetti nimmt auch schon mal das Sakko am Aufhänger in den Finger, so im neuesten Roman ... wo es Tröge gibt, sammeln sich die Schweine.
    • peju 12/08/2020 10:22

      Du hast mich ertappt. Ausgelesen und inspiriert davon kam diese Geschichte hier. :-)
    • Eckhard Meineke 12/08/2020 15:59

      Dachte ich mir bereits. ;-)
    • werner weis 22/08/2020 9:46

      und
      ----------> doch dabei sich bewusst bleiben:
      es ist eine neue Geschichte, denn
      nie
      pickt eine Taube zweimal
      dasselbe Korn
      und
      -----------> doch macht die Menschheit oft zweimal
      denselben Fehler
      und die Propaganda sagt:
      "Das ist doch nur dergleiche!"
    • peju 22/08/2020 12:26

      Die Geschichten spielen sich alle in den Köpfen ab...und ich frage mich hier, gilt das auch für die Tauben?
      Was denken sie über uns?
      Wenn überhaupt.
      Ihre phänomenalen Orientierungsleistungen sind noch nicht wirklich erforscht...und wie kann all das mit diesen winzigen Gehirnen funktionieren?
      Und dabei noch gleichzeitig fliegen...
      Nicht mal das können wir, fühlen uns aber allen anderen Lebewesen haushoch überlegen...
  • Karl-J. Gramann 11/08/2020 16:30

    da passt alles....vg karl
  • Norbert REN 11/08/2020 15:38

    19 77 gab es auch noch keine Kreuzfahrtschiffe direkt in der Lagune.
    Momentan natürlich auch nicht.
    Eine der Ursachen, warum sich die Bilder gleichen.
    LG. Norbert
    • peju 12/08/2020 10:21

      Wir töten, was wir lieben... schrieb mal jemand über den Tourismus.
      Er hat leider Recht, was man auch an Venedig leider gut beobachten kann...
  • Neydhart von Gmunden 11/08/2020 15:33

    Moin ...
    zur Geschichte, die ich wie auch das Foto mal wieder gelungen gut finde,
    äußere ich mich später .... wenn es kühler ist.
    Die Tauben-Mutter ist ja in Wirklichkeit eine "böse" Fee, die alle ihre un-
    treuen Liebhaber in Tauben verwandelt hat/hatte.^
    Aus ihren Tagebüchern liest sie ihnen nur die Leviten und wir sehen, wie
    sich viele Täuberiche vor Scham am liebsten verkriechen würden.
    Besonders die Stelle in der es heißt, lieber einen Spatz in der Hand als
    eine Taube auf dem Dach .... hinterläßt deutliche Spuren des Schmerzes,
    so wie ein Stachel im wollüstigen Fleische .....

    So oder ähnlich wäre eine Interpretation denkbar ....

    Kühlende Grüße nach Köln,
    Neydhart
    • Maringe 12/08/2020 0:44

      Hier flogen die Tauben mit dir los ;¬)
      dir eine kühlende Nacht, Karin
    • peju 12/08/2020 10:19

      Das mit dem kühler werden hat zumindest heute Nacht geklappt. jetzt kommt die lähmende Schwüle zurück und teilt mit, daß sie noch nicht fertig sei...
    • Neydhart von Gmunden 12/08/2020 12:21

      Lieber Peter,
      kann Deine "erfundene" Begegnung zweier alteingesessener Bürger
      eines (ansonsten) malerischen Ortes wirklich NUR eine Erfindung
      sein ? ... Nein ! 
      Wir wissen doch selber aus Erfahrung, das unsere unausgesproche-
      nen Gedanken oft wirklich lebendig werden/wurden. Weil eine Situ-
      ation/ein Ort so besonders ist, dass sich dieser Dein Gedanke zu-
      gleich in vielen Köpfen entwickelt, sozusagen in vielen Köpfen zu-
      gleich manifestiert. Und diesen "Herrn B." und diese "Frau Omella"
      gibt es wirklich und diese Deine Geschichte, mit all ihren Ausschmük-
      kungen, wird sich tatsächlich so zugetragen haben oder sich noch
      zutragen werden. 
      Wer weiß den schon wirklich, woher wir unsere Gedanken beziehen ?
      Ein schöner und gefälliger Gedanke wird solange durch Zeit und
      Raum und andere Köpfe schwirren, bis sich einer die Mühe macht,
      ihn festzuhalten und nieder zu schreiben. Erst dann findet solch ein
      Gedanke seine Ruhe und Zufriedenheit.
      Deine Begebenheit ist vollkommen und nichts kann ich dieser hin-
      zufügen ohne ihr zu schaden.

      Kühlende Grüße,
      Neydhart