Der Sassenhof darf nicht sterben

Der Sassenhof darf nicht sterben

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Der Sassenhof darf nicht sterben

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Comentarios 13

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  • Agora Bilddiskussion intensiv 01/07/2016 20:28

    Die Fotografin schreibt:

    "Liebe Diskutanten
    Danke für die intensive Auseinandersetzung mit Thema und Bild.

    es wird immer geschrieben, auch, "warum hast du das Foto gemacht?". Was mich an dem Objekt bewegt, gesehen habe, das habe ich zugegebenermaßen recht ausführlich beschrieben.
    Zu allem Überfluss hab ich auch noch das schiefe Foto hochgeladen. Es gab ein Besseres.
    Weniger beschrieben ist die technische Seite und das die Mängel hat, weiß ich wohl. Besonders stoßen mir auch die überbelichteten Baumkronen auf und einer der Übergänge. 30 Meter haben die wohl gehabt. Wäre ich weiter zurückgegangen hätte ich Gesträuch vor der Linse aus dem Rücken gehabt -
    Sehr hübsch wenn die Kastanien blühen und das Laub voll da ist, nur vom Hof sah man dann nicht mehr viel. Zwei davon sind inzwischen gefällt worden.

    Die Lage ist leider nicht so, wie in einem Bergtal, wo man Feld, Wiesen Hügel und den Hof sehen kann. Durch das herandrängen der Wohnbebauung, und das Zerschneiden durch den Autobahnbau ist die gesamte Arbeit eines Bauernhofes schon derart gestört worden, das an ländliche Idylle schon lange nicht mehr zu denken ist wie wir es aus Bilderbüchern kennen.

    Die Aufnahme ist alt, von 2008, aber nicht aus dem Schuhkarton - der fehlende Zipfel links sind auf den Digitalen Bildern vorhanden, es lässt sich also noch einmal neu zusammenfügen. Eine Aufnahme hatte ich im Schnee-Winter 2010 brennend gerne gemacht - aber ich kam mit dem Auto nicht mal aus unserer Straße heraus, wegen Schnee, so unterblieb es leider.

    Den einen Satz nun als Könner-Selbstdarstellung zu bezeichnen, hust, ist mal wieder eine dieser Zuschreibungen oder auch Unterstellung.
    Zum Schnitt - ein Pano aus drei Bildern, mit Macken, aber auch der Vordergrund ist der Darstellung hier in der FC geschuldet - sehr knapp beschnitten damit überhaupt in der Breite etwas sichtbar ist. Und, ohne dass man Macken oder Fehler findet, ist die Agora auch eher witzlos.

    Richtig ist, dass man es im Foto nicht sieht, was ich mitteilte, und dass eine Reportage aus mehreren Fotos besser wäre - aber Reportagen/Collagen sind in der Agora nicht vorgesehen oder auch insgesamt nicht gerne gesehen - "man sieht ja wieder zu wenig". Andererseits hat ein Foto einen Titel, einen Anlass und wenn Presse, dann auch einen Text der Zusatzhinweise gibt, warum der Artikel überhaupt in der Zeitung ist. So scheint es mir für hier dann auch nicht so falsch zu sein, soviel Text Drumherum angeboten zu haben, denn, es ist auch alles weg, was im Haus war.

    Und geradezu bedanken möchte ich mit auf den Hinweis, was da am Pingelhof gezeigt wird, das brachte mich auf andere Nutzungsideen. Nur Museum wäre zu kurz gedacht.

    Und auch die erlesene Zustimmung, dass es gilt so etwas zu erhalten. Und, das es überall in Deutschland dieses oder jenes alte Hofhaus gibt, muss darüber auch stark nachgedacht werden, damit es etwas Besonderes wird, heraussticht aus der vorhandenen Vielfalt und das wieder Leben in die Bude kommt, das auch.

    Die hier gezeigte Aufnahme ist auch aus dem Winter, nur war er grün - der Adventskranz hängt an der Tür.

    Leben ist da mindestens schon seit 2002 oder noch länger nicht mehr - mal abgesehen vom Tannenbaumverkauf und das ein zwei Tiere auf einer anliegenden Weide standen und der Eigentümer nach dem Rechten sah. Das Mähen der Wiesen hab ich leider nicht erlebt. Den Inhaber aber mehrfach fotografiert.
    Ein Panorama machte ich leider 2008 auch nur eines, als ich meine EOS neu hatte. Ich denke immer noch zu sehr analog - 1-2 Fotos - mehr gibt es nicht. Serienbilder sind mir ein Gräuel, weil ich die Unterschiede doch nie herauslesen konnte und mir hier die Ordner überquollen,

    Das Ensemble steht unter Denkmalschutz - soweit meine neueste Info. Ich werde wohl noch häufiger dahingehen, sehen, wie die Entwicklung sein wird. Andere sind dran, Nutzungskonzepte zu entwickeln.

    und danke an Stefan, der die Agora und alles was dazugehört, bereitstellt.
    Clara Hase "
  • twelve_pictures 01/07/2016 8:21

    @ Rüdiger Hartung:
    Natürlich hat jedes Bildbearbeitungsprogramm die Möglichkeit, mehrere Tonwertzonen zu bearbeiten. Über die Tonwertkurve sogar gleitend.
    ACDsee MAC Pro 3 bietet aber die Möglichkeit, exakt die 9 von 11 Zonen nach A. A. zu bearbeiten, die nicht rein schwarz und nicht rein weiß sind. Natürlich nach dem Fotografieren.
    Das Programm kann selbstverständlich keine komprimierten JPEG's zu RAW's machen.
    Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass auch in JPEG's noch eine Menge Potenzial steckt, für die, die eben nicht im RAW Format fotografieren.
    Das ist z. B. immer dann der Fall, wenn man Kreativprogramme seiner Kamera verwendet, wie Doppelbelichtung, Macro, Portrait oder Tonmapping oder andere. Dann wird man in der Regel immer "nur" ein JPEG erhalten.
    Selbst dieses hier durch Hochladen schon mehr als üblich komprimierte Bild "Sassenhof" konnte noch hinreichend in den Tonwerten beieinflusst werden.
    Natürlich ist ein JPEG out of Cam besser und noch besser ist immer RAW.

    Noch ein Hinweis an Wolfgang Zeiselmair: Bei Erstellung eines Panoramas mittels Software, sind die EXIF's einfach weg, weil das Programm nicht weiß, von welchem der verwendeten Einzelbilder die EXIF's genommen werden sollen.
    Bliebe nur die Möglichkeit, die wichtigsten Daten manuell einzutragen aber wer macht das?
  • twelve_pictures 28/06/2016 22:29

    Selbst auf die Gefahr hin, wieder dem "gefährlichen Halbwissen" anheim zu fallen, habe ich mit einem meiner Bildbearbeitungsprogramme, welches so ziemlich alle Formate beherrscht, das hier gezeigte und bereits stark komprimierte JPEG belichtungs- und perspektivseitig ein wenig nachbearbeitet.
    Das Programm hat einen Lichtequilizer mit 9 (!) einzeln ansteuerbaren Lichtzonen. Also die von den 11en (Ansel Adams). die man noch ansteuern kann. Und siehe da ein paar Schieberregler gefühlvoll bewegt und schon ist ganz ohne großartige Messung beim Fotografieren eine ganz gleichmäßige Lichtsituation auch im Nachgang problemlos herzustellen gewesen. Anschließend noch die 4 Schieberegler der Perspektivkorrektur benutzt und alle Perspektivfehler und Wölbungen sind weg. Auch im Nachgang.
    Was ich hier natürlich nicht ändern konnte, sind die ganzen anderen Aufnahmefehler, die man so bei einem Panorama machen kann.
    Angefangen beim angeschnittenen eigentlich wichtigen linken Gebäude über zu wenig Himmel und Bäume oben, die "Nähfehler" bis hin zu dem sehr knappen Vordergrund.
    Hier stimme ich mit denen, die meinen "kein Fotgrafisches Konzept" und keine Vorbereitung auf das Thema "Stitching" völlig überein.
    Darüber hinaus lebt das Bild auch sonst nicht und bringt das, was der Fotograf ausdrücken wollte in keiner Weise rüber.
    Wollte mit meinem Halbwissen nur sagen, dass man bei solchen Arbeiten durchaus auch auf eine gediegene Nacharbeit mit guter Software vertrauen kann. Vorausgesetzt, man weiß was geht und welche Voraussetzungen man dafür bereits bei der Aufnahme schaffen muss.
    Also doch ein Konzept.
  • Wolfgang Zeiselmair 28/06/2016 22:00

    Ich hätte hier gerne die Exif Informationen um die Technik zu verstehen. Bei genügendem Abstand und entsprechend langer Brennweite dürfte es bei dieser überschaubaren Bildbreite keine "Wölbung" in der Mitte geben. Anders natürlich bei einer kurzen Brennweite und naher Distanz. So ausgestattet hätten einige Schritte rückwärts denselben Effekt wie das Stitchen gebracht. In der Mitte ist beginnend beim "n" des Wörtchen "nicht" bis hinter "sterben" ein Nähfehler" (um im Deutschen zu bleiben). Gras zu hell und ein geometrischer Versprung.
    Ich belasse es mal dabei
    Servus
    Wolfgang
  • Gerhard Körsgen 27/06/2016 17:05

    Die Aufnahme an sich weist zu wenig Struktur und Gestaltung auf um interessant zu wirken.
    Was der Text behauptet (und ich durchaus glaube) wird so nicht vermittelt oder illustriert. Um das Anliegen "Der Sassenhof darf nicht sterben" adäquat 'rüberzubringen wäre m.E. eine Collage mit prägnanteren Einzelbildern sinnvoller gewesen als diese "zu enge" Gesamtansicht des Hofes der es an Vordergrund, Höhe und Tiefe mangelt. Sicherlich ehrenwertes Anliegen, allein die fotografische Umsetzung finde ich nicht überzeugend.
  • XYniel 27/06/2016 12:35

    ich finde das bild technisch schlecht. wenn man es schon stitchst, dann anständig. dazu nimmt man sich zeit und durchdenkt das ganze. noch dazu bei einem motiv, dass einem ja nicht wegläuft. fehler in der bewegungsachse, Belichtung, kontrast udgl. dürfen nicht vorkommen.

    gestalterisch spricht mich das bild ebenso nicht an. wenn ich schon idylle, also Emotionen darstellen möchte, so muss ich mir darüber Gedanken machen, wie ich dieses gefühl am besten transportiere.
    diese übersichtsaufnahme lösst bei mir gar nichts aus... und da keinerlei Lebewesen sichtbar ist, ist das bild auch nicht "belebt" und bekommt schalen musealen Charakter für mich.

    wahrscheinlich hätte ein kleinerer ausschnitt vom Mittelteil (links dunklere scheune, rechts hellere scheune) viel mehr Spannung und somit Emotion ins bild gebracht. das übersichtsbild ist eher etwas dokumentarisches zur Orientierung... erfüllt aber den bildanspruch dadurch nicht. vielleicht wäre es generell besser gewesen, es mit mehreren Bildern darzustellen, vielleicht in einem "erzählerischen" Matrix angeordnet?

    ich finde, ein fotograf sollte weniger text schreiben, sondern mehr den -wenige-r text ins bild transferieren, für die Adjektive bildperspektiven finden und schauen, ob er aus seinem bild seine Beschreibung ablesen könnte...
  • Jürgen W2 27/06/2016 6:15

    Fotografisch finde ich das Foto nicht gelungen.

    Da sind zwei Intentionen erkennbar: es soll eine Botschaft vermittelt werden, dass der Hof nicht sterben darf, und eine kleine Zusatzbotschaft, dass der Fotograf ein Könner sei, der das Foto aufwendig aus mehreren Einzelaufnahmen erstellt hat.

    Sehr viel erklärender Text, und ohne diesen Text ist es für mich ein beliebiger Bauernhof, wie man ihn im Münsterland, in Ostfriesland, im Weserbergland, in Holstein oder sonstwo sehen kann.

    Helge schreibt: "Dem Autor gelingt es, Ruhe und Beschaulichkeit ins Bild zu rücken und sein Anliegen, das Ensemble nach Möglichkeit in seiner jetzigen Form zu erhalten, verständlich zu machen."

    Aber nicht durch das Foto, sondern durch den Text. Ein Bild sagt ja angeblich mehr als tausend Worte, hier jedoch nicht. In meinen Augen zeigt das Bild zu wenig "Drumherum", zu wenig Bäume, zu wenig Himmel, und gar kein Leben. Keinen Hund und kein Pferd und keine Menschen.

    "Der Kachelofen strahlte Wärme ab, die Eigentümerin las eine Zeitung im alten Sessel. Draußen wurden dort Tannenbäume verkauft. Sie wärmte sich auf."

    All das fehlt in dem Foto. Nur der Text berichtet davon. Vielleicht ist der Sassenhof nicht das richtige Subjekt für eine Reportage, die nur aus einem einzigen Foto besteht. Vielleicht muss es eine Serie sein, aus 12 oder 15 oder 18 Bildern.

    Dass das Bild aufwendig aus drei Einzelaufnahmen gemacht wurde, kann man nicht sehen. Und letztlich ist das auch egal, finde ich. Das Ergebnis, das fertige Bild, zählt. Und das finde ich durchschnittlich und belanglos. Ohne den Text käme ich nicht auf die Idee, dass hier die Botschaft "...darf nicht sterben" vermittelt werden sollte.
  • Angelicus 26/06/2016 9:03

    Zunächst... ein schöner Hof (aus der Entfernung betrachtet), idyllisch gelegen; und erhaltenswert ist er deshalb schon, weil er ein Stück Deutschland zeigt, das es womöglich schon bald nicht mehr gibt.
    Fotografisch ist die Aufnahme weniger gut umgesetzt. Der gesamte Gebäudekomplex steht in Schieflage. Gut - in fotografisch Neudeutsch ist das mittlerweile erlaubt... stört mich aber trotzdem und wäre mit wenigen Handgriffen ausgebügelt (auf alten Gemälden finden sich derartige Schieflagen nicht). Weiterhin stört mich der Bildausschnitt. Die Bäume wirken wie kastriert. Einfach abgeschnitten, als wären sie überflüssiger Ballast (einfach mal alte Meister anschauen). Der Vordergrund ist zu knapp bemessen bzw. ist gar nicht vorhanden. Und noch etwas: zu einer Idylle gehört auch etwas Leben. Nun weiß ich nicht, ob das Gebäude schon vollständig aufgegeben wurde, dann wäre die Leblosigkeit erklärbar.
    Im Ganzen gesehen finde ich die Aufnahme also nicht stimmig... wenngleich die Phantasie wieder einiges wettmacht.
  • Helge Jörn 25/06/2016 13:50

    Ein sehr schönes Foto. Dem Autor gelingt es, Ruhe und Beschaulichkeit ins Bild zu rücken und sein Anliegen, das Ensemble nach Möglichkeit in seiner jetzigen Form zu erhalten, verständlich zu machen.
    Aus meiner Heimat (dem nördlichen Niedersachsen) sind mir solche Hofanlagen bekannt. Leider steht bei den meisten nur noch das Haupthaus. Die alten Nebengebäude sind längst modernen Nutzbauten gewichen, sofern das Anwesen noch landwirtschaftlich genutzt oder abgerissen worden, wenn dort "nur" noch gewohnt wird.
    Komplette Hofanlagen dieser Art sind in der Tat selten geworden. Sie künden von einer anderen Zeit, die nicht unbedingt besser gewesen sein muss. Man denke an die harten Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts.
    Aber so ein Haus lebt auch. Ganz anders als Neubauten aus der Retorte. Mir ist es oft so ergangen, wenn ich alte Häuser betrete, dass ich mich dort sofort wohl und wie zu Hause fühle.
    Nur als Fotografie betrachtet stimmt m.E. fast alles an dieser Arbeit. Mir gefällt auch, dass der Autor die Maulwurfshügel im VG nicht bei der Bearbeitung entfernt hat. Allein der Schnitt auf der linken Seite scheint mir unglücklich gewählt. Das Gebäude dort - es handelt sich wohl um den Viehstall - hätte nicht abgeschnitten werden sollen.
  • Platzhirsch 1961 25/06/2016 11:27

    Gleich zu Beginn meiner Ausführungen spreche ich meine ehrliche Anerkennung aus, die eigentlich keine fototechnischen Gründe hat.

    Wer mit offenen Augen und neugierigem Blick durch seine Heimat wandelt, dem ist der Zustand eben dieser vertrauten Heimat nicht egal.

    Dabei schärft sich im Lauf unseres Lebens der eigene Blick. War in der Kindheit noch das Versteckspiel ( an jenem Hof ) spannend, so geht es doch in heutiger Zeit mehr um den Erhalt der Geschichte und um die Bewahrung alter ( landwirtschaftlicher )Traditionen.

    Zum Foto: Eine eigentümliche Stille geht von diesem Foto aus. Es ist spät im Jahr, die knorrigen Bäume haben sich vom Laub befreit, es geht wohl auf die Advents- und Weihnachtszeit zu.

    Plattes Land, reetgedeckte Dächer, zum Teil schon bemoost, der Zahn der Zeit nagt unerbittlich...

    Ganz spontan fühlte ich mich an den Pingelhof in Alt Damerow ( bei Interesse siehe dort ) erinnert, dort steht und l e b t der älteste Bauernhof Mecklenburgs. Am 30.09.1989 wurde ein Museum eröffnet, mit den Jahren wuchs der Museumshof um weitere Gebäude und Veranstaltungen.

    Vielleicht kann man für den stattlichen Sassenhof ein ähnliches Nutzungskonzept entwickeln, in jedem Fall sollte es von Einheimischen vor Ort ( mit ) getragen werden.

    Ein herzlicher WE- Gruß von Mario


    P.S. Nur nebenbei, der Museumshof Pingelhof wurde als letztes Museum der DDR kurz vor der Wende eröffnet.

    Vielleicht kann ja der Agorafotograf mal je ein schönes Sommer- und Winterfoto des Sassenhofes hier zeigen...
  • Klaus-Günter Albrecht 24/06/2016 20:06

    Die Montage ist gelungen und das Bild ist in sich stimmig. Eine schöne Lichtsituation rundet die Aufnahme ab.
    Liebe Grüße Klaus
  • Agora Bilddiskussion intensiv 24/06/2016 19:55

    Der Fotograf schreibt:

    "Der Sassenhof darf nicht sterben!

    Immer wenn ich zur Mutter fuhr, sah ich a Ende der Straße diesen idyllisch liegenden Hof.
    Die Idylle ist durch den Neubau der Autobahn "anno schiess", zerschnitten worden.

    Aber das erfuhr ich erst, nachdem ich den Hof einmal besuchte und eingehend inspizieren durfte. Sogar im Haupt-Wohnhaus waren die ehemaligen Bewohner noch lebendig, durch die Fotos an den Wänden und allerhand Altem was dort an Spiegeln und Komoden herumstand. Der Kachelofen strahlte Wärme ab, die Eigentümerin las eine Zeitung im alten Sessel. Draußen wurden dort Tannenbäume verkauft. Sie wärmte sich auf. Im Stall waren noch die alten Viehstände und Futterkrippen eingebaut. Die Fenster klein und Spinnenumwoben. Die Küche mit blauen Kacheln an der Wand, einem Paradehandtuch mit Stickerrei von Mühlen und Holländisch aussehenden Menschen, eine Kiste für das Kaminholz. Die Küchenlampe erinnerte an die 50er Jahre.

    Nicht immer war dieser Hof, die 1745 urkundlich festgelegte Hofstelle, im Besitz der gleichen Familie. Der Tod raffte frühzeitig Söhne dahin, und durch Ehelichungen wechselten die Familiennamen. Der Name Saß tauchte 1806 erstmals auf. Immerhin sind das auch mehr als 100 Jahre. 1912 wurde das Haupthaus erbaut für die nachwachsende Familie.
    Der Ortsachivar hat alles urkundlich erfasst – aller Höfe im Gebiet von denen keiner mehr steht oder mir nicht bekannt ist - noch nicht.

    Dieser Hof steht am Rande von Hamburg, und ist einer der Letzten, der noch mit allen Teilen wie Scheune, Viehunterstand, Wohnhaus, Backhaus und Außentoilette steht.
    Umgeben auch von einer winzigen Obstbaumwiese und Garagen und einer Halle für Traktor und ähnliches.. Ein altes Pferd, ein Ziegenbock lebten an der Hausweide.

    Rundherum alte Kastanienbäume, weite Felder auf denen einst das Vieh stand und heute wohl eher die Natur sich wieder erholt.
    Das Alter greift zu - Landwirtschaft wird dort schon wohl seit 1970 nicht mehr betrieben. Auch das ist sehr lange her. Fachwerk muss ausgebessert werden, die hohe Versicherung für das Reetdach bezahlt werden – und doch – es ist ein Stück Heimat, ein Stück Geschichte, die hier erfahrbar und zum Anfassen sein könnte. Auch ist es etwas, was einen Kontrapunkt zu Glas und Stahl der heutigen Zeit setzt- auch zur Raserei die auf der Autobahn betrieben wird. Freizeitgebiet, obwohl in privater Hand.
    Verschiedene Umnutzungen sind angedacht worden– ob die Stadt immer mitspielt, oder ob jemand mit genügend Geld seine Idee/n durchsetzen kann, und evtl. einen Abriss begehrt – ich weiß es nicht, halte das gute Stück für erhaltenswert, denn trotz Alter ist da noch einiges gut in Schuss. Jetzt wuchert dort das Kraut - der alte Besitzer hat sich zurückgezogen.


    Ich möchte gerne dass der Hof in seiner Grundform erhalten bleibt. Vom Sterben ist noch nirgendwo die Rede, – aber Erfahrungen zeigen, dass zu schnell immer die Abrissbirne zuschlägt. Ich freue mich auch darüber, mir viel Zeit für das Fotografieren dieses alte Reliktes genommen zu haben. Fotos gibt es ja man auch nicht immer über alle Jahrhunderte.

    Die Aufnahme besteht aus drei Teilen, Freihand von der Straße aus aufgenommen.
    Sie zeigte eine Starke Wölbung in der Mitte, die es auszubügeln galt."