† dannpet


Premium (Basic), Riga

Zeit

Weg zum Neuen

Hüte dich irrtümlich zu hoffen,
Dass alles von selbst Gut wird;
Mit der Zeit wird das Alte neu,
In der Gegenwart wächst die Zukunft.

Rainis

Meine bescheidene Übersetzung der 1. Strophe seines Gedichtes, "Weg zum Neuen".
Wer ist Rainis? Guckst du hier ...
https://www.liveriga.com/de/3893-denkmal-fur-rainis

Comentarios 29

  • Jens Lotz 04/03/2023 22:28

    Bedauern , aber so ist das mit der ZEIT
    LG jens
  • Michael Jo. 17/03/2020 23:12

    warum entdecke ich diesen inspirierenden
    Nachruf auf ihn erst jetzt,
    mitten im medialen Corona-Fieber Mitte März
    2020 .. ?

    " Alles wird gut ... " ;
     wirklich alles ??

    Es wird hoffentlich etwas anders werden,
     das Leben nach Corona;
     doch die Coronitis unseres Kapitalismus,
     unseres Wirtschaftssystems,
    die wird nicht - sie  DARF  NICHT von Dauer sein !

     hab' gewiss nicht die Hoffnung, dass sie sich
    neu ausbreite,
     nach dem grossen Crash .. !
     die Befürctung, jaa ;-((

    Innehalten
    UND  Nachdenken ....
  • lophoto 03/10/2018 22:27

    Ganz starkes Fotowerk
  • Karl Josef Klein 01/07/2018 21:37

    Passendes Foto zum Gedicht. LG Karl Josef
  • HP Koch 22/02/2018 18:53

    danke für das
  • Der fotografische Laie 21/02/2018 23:59

    Traditionelles Umfeld. Eingemauert und trotzdem frei. Schöne menschliche Studie.
    In der Gegenwart wächst die Zukunft und die Zeit heilt Wunden.

    Sveiks
  • Kerstin Stolzenburg 15/02/2018 17:01

    Auf mich wirkt das, als würden die Mauern zu beiden Seiten das Haus kontinuierlich zusammendrücken, wie zwei Backen einer Presse. In der Mitte das, was vom eigentlichen Haus (symbolisch für die Lebenszeit vielleicht oder für unsere Zeit als Menschen auf dieser Erde) geblieben ist und was bereits reduziert ist auf die Breite einer Tür. Eine Illusion, die uns aufgrund der Funktionalität beim Öffnen, Schließen, Hindurchgehen gar nicht gleich bemerken lässt, dass es für uns immer enger wird und dass die Tür eigentlich gar nicht mehr unsere Haustür ist. Und wir sitzen davor und lächeln, als wäre alles gut.
    Für mich eines der interessantesten Bilder hier in letzter Zeit.
    PS: Was ansonsten den 'Weg zum Neuen' betrifft, so hatte ich ja letztens auch ein Bild mit einem ähnlichen Thema und ich verlinkte dort ein Nietzsche-Zitat, das hier vielleicht auch passen könnte: „Alles geht, Alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins. Alles stirbt, Alles blüht wieder auf, ewig läuft das Jahr des Seins. Alles bricht, Alles wird neu gefügt; ewig baut sich das gleiche Haus des Seins. Alles scheidet, Alles grüsst sich wieder; ewig bleibt sich treu der Ring des Seins. In jedem Nu beginnt das Sein; um jedes Hier rollt sich die Kugel Dort. Die Mitte ist überall. Krumm ist der Pfad der Ewigkeit.“ (in 'Also sprach Zarathustra')
    Gruß, Kerstin
  • † dannpet 13/02/2018 20:16

    "Der Wandel ist keine Illusion, sagte der letzte Neandertaler."


    ... Die Zeit zeigte sich unbeeindruckt und schritt weiter...

    Die Welt der Neandertaler hatte sich gewandelt, doch sie waren nicht Teil dieses Wandels, für sie markierte er das Ende.
    Die kognitive Illusion des Wandels heute liegt wohl im Glauben man habe Teil an diesem Wandel, man sei quasi auf der Höhe der Zeit ;-)

    Im Denken hat sich der Mensch zwar hier und da angepasst und er ist zweifelohne heute in der Lage sein ihm gegebenes Potential besser zu nutzen, ein wirklicher Wandel ist jedoch nicht erkennbar.

    Weiterentwicklung ist kein Wandel
    Anpassung ist bedingter Wandel

    Echter Wandel ist ein radikaler, nicht vorbestimmter Richtungswechsel

    "In der Gegenwart wächst die Zukunft",
    ... ob sie den Keim des Wandels in sich trägt wird die neue Gegenwart in die Geschichte tragen.
    • † dannpet 14/02/2018 20:24

      Nichts ist beständiger als der Wandel heißt es, ... und es stimmt: Der kleine Wandel ist allgegenwärtig.
      Auf der anderen Seite stellt man fest: Der große Wandel bleibt aus.
      Es kommt natürlich darauf an, wen oder was genau wir in den Fokus nehmen, wenn wir zu der einen oder anderen Aussage kommen.

      Da schlage ich mal eine Brücke zu:
      "Es wechseln die Zeiten" mit Brechts Worten darunter:

      Dauerten wir unendlich

      So wandelte sich alles
      Da wir aber endlich sind
      Bleibt vieles beim alten.

      http://www.fotocommunity.de/photo/es-wechseln-die-zeiten-dannpet/39347950
  • Herbert Vorbach 12/02/2018 7:06

    Das alte wird nicht neu, sondern wiederholt sich, weil es eben immer nur eine begrenzte Zahl von Möglichkeiten gibt. Für neue Generationen erscheint das Alte (auf "neu" aufgemotzt) dann wieder neu. Sisyphos läßt grüßen . . .
    • † dannpet 13/02/2018 0:01

      Du hast recht! Das ewig selbe Spiel mit ewig neuen Spielsachen, ich habe es das ein um andere Mal, nicht nur unter meinen eigenen Bildern, anklingen lassen.
      Somit scheint dies ein Widerspruch und warum auch nicht, das Leben besteht aus Widersprüchen. Wir sehen das was ist und träumen uns das was sein sollte.

      Die zweite Strophe des Gedichtes lautet:


      *
      Das Alte wird niemehr wachsen,
      Die Wende kommt in dem es stirbt;
      Altes reiße nieder,
      Nur so wird das Neue einen Weg bekommen.
      *


      Ich habe es nicht in die Bildunterschrift aufgenommen, da ich nur bedingt übereinstimme.

      Manchmal ist es richtig auf dem Alten aufzubauen;
      manchmal wäre es richtig das Alte mit all seinen Wurzeln auszureißen.

      "Altes reiße nieder"... hier liegt der Hase im Pfeffer. Der Mensch braucht seine Wurzeln, doch oft ist die Erde in der sie klammern sauer.
  • Christoph Nitsche 11/02/2018 19:12

    Immer dort, wo die Menschen in die von anderen Menschen errichteten Mauern einmischen, entstehen die Türe, sogar die Häuser werden darüber gebaut, wobei mir der Begriff "Home" näher an der Seele liegt als "bloßes" "Haus". Ich denke an die Berliner Mauer, an den Eisernen Vorhang und an tausende anderen Abgrenzungen, auch an die "Soul Cages" (Sting lässt grüßen).
    "Everybody`s got someone, he calls home"... im zeitlosen Dualismus des „Uguns un nakts“...
    VLG
    Christoph
  • Mario Fox 11/02/2018 17:41

    ein interessantes Bild, das nicht auf den ersten Blick zu deuten ist- es lädt ein, sich sein Bild zum Bild zu machen
  • esti 7 11/02/2018 16:27

    Die alten Mauern sind überwunden, freundlich
    und zuversichtlich sitzt die Zukunft auf der
    Schwelle, verschlossen die schon marode
    Vergangenheit.....
    Wenn ich mir Zeit vorstelle, dann denke ich an
    ein Daumenkino, die Bilder fangen an zu laufen,
    je schneller sie sich bewegen.......
    .....Zeit eine Illusion?....nur Katzen haben
    alle Zeit der Welt...., schreibt Ernst...:)
    Der Moment strahlt Zufriedenheit aus und
    nur dieser Augenblick zählt und trägt in die
    Zukunft.....

    Herzlichst,
    die Ernestine
  • † werner weis 11/02/2018 11:12

    -
    mir gefällt, die umgearbeitete Tür
    mir gefällt der Optimismus der zwei Mädchen
    das Bild hier wirkt als Bild schon enorm
    -
    Rainis...
    dabei kennengelernt
    muss mal sehen, dass ich von ihm was lese
    er hat ja sicher nicht "nur" übersetzt
    -
  • Karen Håkansson 11/02/2018 8:05

    Ist oft, und auf jedenfall für mich, ein langer Weg vom theoretischen Begreifen zum praktischen Verstehen hin........also: hinsetzen und einfach (?) sein :-)
  • Max Meteor 10/02/2018 22:07

    Das Bild vermag deine Geschichte wunderbar zu untermalen. Vergessen wir auch nicht, das Neues nicht aus dem Nichts kommt, sondern seinen Ursprung immer irgendwo hat. Es soll sich ja keiner wundern wenn etwas Unerwartetes passiert. Er hättte sich nur früher informieren müssen ;)
    Gruß
    Max